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Law HuntingWie Trickbetrüger verhindern, dass ihre Machenschaften öffentlich kritisiert werdenBetrügerische Adressbuchverlage überziehen eines ihrer Opfer in konzertierter Aktion mit einer Fülle 'sinnloser' Prozesse (Law Hunting), um ihr Opfer so zu zermürben
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Merkmale der 'Kaltansprache':
Typische Beispiele der Vorspiegelung falscher Tatsachen:
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Am empörendsten ist, dass die 'Kunden' von den Abzockern zu der Überzeugung gebracht werden müssen, dass Recht und Gesetz ihnen keinen Schutz bieten können, sondern, im Gegenteil, für die Gauner arbeiten. Jeder, der bezahlt hat, ist am Ende zu dieser Überzeugung gelangt - und da die Formulare millionenfach ausgeschickt werden und immer wieder Tausende darauf hereinfallen, wird die Überzeugung in der Gesellschaft immer größer, dass dieser Staat nicht in der Lage ist, ehrliche Bürger zu schützen. Im Gegenteil: Die Gauner werden immer reicher, die Ehrlichen werden zum 'Nutzvieh' gemacht. Solche 'Solidargemeinschaften', die alles andere als 'solidarisch' sind, fallen natürlich auseinander - wie das Beispiel DDR gezeigt hat. Der politische Input, den solche Massenbetrügereien haben, kann meiner Ansicht nach gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Seit Mitte 2001 erhielt Michael Plümpe mehr als 50 Abmahnungen (rechtsanwaltliche Schreiben mit Kostennote und der Androhung von Einstweiligen Anordnungen). Michael Plümpe ist überzeugt, dass die Betrüger sehr wohl wussten, dass sie in einer freiheitlichen Demokratie letztlich wenig Chancen hatten, eine Homepage, auf der ihre Geschäftspraktiken kritisch kommentiert werden, schließen zu lassen. Und in der Tat gewann Herr Plümpe ja von 20 Prozessen, in die er verwickelt war, die ersten 18 Prozesse. Sie hofften ganz offensichtlich einfach darauf, ihn mit den Prozesskostenrisiken in astronomischer Höhe madig machen zu können. Doch das gelang (zunächst) nicht!
Es begann mit dieser Einstweiligen Verfügung. Wie man dort sehen kann, wurde der Streitwert auf DM 250.000,- festgesetzt. Und es wurde nicht nur eine einzelne Einstweilige Verfügung beantragt, sondern drei parallel. Herr Plümpe sah sich also unversehens drei Prozessen mit einem Gesamtstreitwert von DM 750.000,- und einem Prozesskostenrisiko von weit über DM 100.000,- gegenüber. Wir sind der Meinung, dass er unser aller Respekt dafür verdient, dass er nicht seine Nerven verlor. Und dafür wurde er auch belohnt: Das OLG Dresden gab ihm in allen Punkten Recht (hier die Urteilsbegründung als pdf-Dokument).
Doch nun erst begann das eigentliche Law Hunting. Die Betrüger machten sich das Internetrecht zu Nutze, das es ihnen erlaubt, einen Gegner an jedem beliebigen Ort in Deutschland verklagen zu können. Damit konnten Sie Herrn Plümpe buchstäblich 'durch ganz Deutschland jagen', was, von den Rechtsanwaltskosten abgesehen, die ja zunächst vorfinanziert werden mussten, mit erheblichen Reisekosten verbunden war (siehe Internet-Hasenjagd), von dem Prozesskostenrisiko einmal ganz abgesehen.
Doch Michael Plümpe hielt durch! - Bis vor wenigen Monaten. - Doch dann trat der Krieg in eine Phase, der er als Ehemann und Vater nicht mehr gewachsen sein konnte.
Michael Plümpes Seite war gerade mal zwei Tage in unser Portal integriert, da erhielten wir die folgende Mail von einem Herrn Spallek, dem die Firma Cash Force (nomen est omen!) gehört:
Sehr geehrter Herr Dr. Niehenke,
auf Ihrer Internetseite www.beschwerdezentrum.org spiegeln Sie die von Herrn Michael Plümpe erstellte Site www.ergo-film.de, auf der -wohl hobbymässig erstellt- eine Rubrik "Adressbuch Betrug im Internet" existiert. In diesem Zusammenhang erwähnen Sie die NETTEC-SYSTEME GmbH.
Die Gesellschaft und jegliche hieran beteiligte Person sind nicht in dem von Ihnen und Herrn Plümpe beschriebenen Geschäftsfeld tätig.
Wir geben Ihnen Gelegenheit, sämtliche Äußerungen bezüglich der Gesellschaft sowie deren Gesellschafter und Geschäftsführerzu entfernen.
Dies hat zu geschehen bis zum 24. Juni 2005.
Sollte wider Erwarten die Frist verstreichen und sich weiterhin die beanstandeten Äußerungen im Internet wiederfinden, werdenwir im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens Ihr Treiben bekämpfen.
Weiterhin werden wir dann einen Strafantrag gegen Sie erstatten.
Ergänzend weisen wir darauf hin, dass wir im Falle eines eintretenden Schadens auch zivilrechtliche Ansprüche gegen Sie geltend machen können und werden.
Mit freundlichen Grüßen
Andre M. Spallek
P. S. Im uebrigen stelle ich fest, dass Ihre Internetseite -im Gegensatz zu der des Herrn Pluempe- sehr interessant ist und ueber viele aktuelle Misstaende berichtet. Ich habe soeben das aktuelle Buch von Herrn Bossi gelesen undfinde es auch schockierend, was in Deutschland teilweise moeglich ist.
| 'Humorvolle' Morddrohung (?) durch einen Herrn Täubert: Nach unserer Antwort an Herrn Spellek kam folgende Mail von einem Herrn Täubert, offenbar privat und offenbar an Herrn Spallek gerichtet, uns allerdings in Kopie zugeschickt (gut möglich, dass die Kopie an uns ein Versehen war ...): Tag. Ohne das ich den Brief kannte, war mir schon klar, dass das eine härtere Nummer ist. Der Typ ist ja wahnsinnig. Aber er hat ja den Vorschlag gemacht, Ihn zu erschießen, ich überlege gerade......HAHA. Man müßte jetzt erreichen, das Plümpe sein Internetseite schließt, so daß kein Link auf die Beschwerbeseite möglich ist. Gruß Täubert |
Subjektzeile: Kriegserklärung? :-)Der Krieg hat also begonnen. Es wird vermutlich eine lange Geschichte werden, denn wir haben vor, diesen miesen Blutsaugern kräftig in die Suppe zu spucken (und ihnen das nun, nach dieser 'Unbill' in Deutschland, geplante 'Ostgeschäft' kräftig zu vermiesen). Die URL zu den nun bei uns gehosteten Seiten von Herrn Plümpe sollten Sie sich bookmarken, auch wenn Sie (noch) nicht zum Kreis der Opfer gehören sollten:
Sehr geehrter Herr Spallek
Vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung zu unserem Internetauftritt. Ich erlaube mir, Sie auf unsere 'Originalseite' www.beschwerdezentrum.org aufmerksam zu machen. Die in den USA gehostete Seite beschwerdezentrum.org ist nur eine von mehreren in verschiedenen Ländern gespiegelte Seite (damit die deutschen Behörden es nicht so leicht haben, freie Meinungsäußerung zu unterdrücken - Sie verstehen sicher, was ich meine :-).
Am 19.06.2005 1:37 Uhr schrieb "Andre M. Spallek" unter <a.spallek@nettec-systeme.net>:
> auf Ihrer Internetseite www.beschwerdezentrum.org spiegeln Sie die von
> Herrn Michael Plümpe erstellte Site www.ergo-film.de, auf der -wohl
> hobbymässig
> erstellt- eine Rubrik "Adressbuch Betrug im Internet" existiert. In
> diesem
> Zusammenhang erwähnen Sie die NETTEC-SYSTEME GmbH.
>
> Die Gesellschaft und jegliche hieran beteiligte Person sind nicht in dem
> von Ihnen und Herrn Plümpe beschriebenen Geschäftsfeld tätig.
Dass die NETTC-SYSTEME GmbH nicht am Adressbuch Betrug beteiligt ist, geht eigentlich aus dem Text hervor, aber ich werde, Ihrem Wunsche gemäß, diese Tatsache noch deutlicher hervorheben.
Nun behaupten Sie, dass Sie als Miteigentümer der NETTEC-SYSTEME GmbH nicht 'in dem von mir beschriebenen Geschäftsfeld' tätig seien. Stimmt es nicht, dass Sie, wie auf unserer Seite zu Ihrer Firma beschrieben, alleiniger Eigentümer der Cash Force in Braunschweig sind? Sollte dies eine Fehlinformation sein, bin ich selbstverständlich bereit, den Eintrag umgehend zu entfernen. Ich bitte um entsprechende Mitteilung.
> Wir geben Ihnen Gelegenheit, sämtliche Äußerungen bezüglich der
> Gesellschaft sowie deren Gesellschafter und Geschäftsführer
> zu entfernen.
>
> Dies hat zu geschehen bis zum 24. Juni 2005.
>
> Sollte wider Erwarten die Frist verstreichen und sich weiterhin die
> beanstandeten Äußerungen im Internet wiederfinden, werden
> wir im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens Ihr Treiben
> bekämpfen.
Verehrter Herr Spallek: Sie haben es jetzt mit einem anderen Gegner zu tun als bisher! Bei mir und beim Beschwerdezentrum funktionieren z. B. Rufmordkampagnen nicht, weil wir in so etwas schon geübt sind! Mich müssten Sie schon erschießen, um mich auch mundtot machen zu können wenn Sie mich finden. - Angesichts dessen, was Ihre Geschäftspartner sich gegen Herrn Plümpe erlaubt haben, zweifle ich nicht an der Bereitschaft in Ihren Kreisen, sogar das in Erwägung zu ziehen. - Planen Sie Ihre Schritte ab jetzt äußerst sorgfältig. Das ist mein guter Rat an Sie!
> Weiterhin werden wir dann einen Strafantrag gegen Sie erstatten.
Wir sehen all Ihren Aktivitäten mit äußerster Gelassenheit entgegen. Aber wir werden sehr intensiv über alles, was Sie unternehmen, berichten. Und es wird uns gelingen, ziemlich viel Aufmerksamkeit auf Ihre Geschäfts zu lenken. Glauben Sie mir. :-) Wir werden uns auch intensiv um Ihre neuen Geschäftsfelder in den Ländern des ehemaligen Ostblocks kümmern.
> Ergänzend weisen wir darauf hin, dass wir im Falle eines eintretenden
> Schadens auch zivilrechtliche Ansprüche gegen Sie geltend machen können
> und werden.
:-)
Ich erwarte Ihre geschätzte Antwort, was die Frage Ihrer Eigentümerschaft an der Cash Force angeht.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Niehenke
Editor
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Redaktion Beschwerdezentrum
Kopenhagener Str. 76 - D-10437 Berlin
Fon: 01805-732483/Fax: 49-89-1488-244418
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